• Meten = Weten

Messen = Wissen

Bijgewerkt: jul 28

Meten = Weten (Messen = Wissen) ist im Oktober 2018 gegründet als eine Bürgerinitiative.

Viele Einwohner unserer Gemeinde machen sich Sorgen über die grossen Mengen Pestizide die verwendet werden im Blumenzwiebel Anbau, genauer im Lilienanbau.

Seit 20 Jahren wird zunehmend Blumenzwiebel angebaut. Immer mehr Ackerland wird verpachtet an ‚Zwiebelbauern‘. Obwohl unsere Blumen weltweit geschätzt werden und ein wichtiges Exportprodukt sind, machen viele Anwohner sich immer mehr Sorgen. Auf einem Blumenzwiebelacker werden ein- bis zweimal in der Woche Pestizide versprüht. Bei Blumen viel öfter als bei anderen Pflanzen. Zum Vergleich: in den Niederlanden wird im Durchschnitt 8kg Pestizide pro Hektar verwendet. Im Lilienanbau ist das fast 125 kg pro Hektar.

Wir nehmen Proben

Die Regierung sagt dass alles in Ordnung ist. Es gibt keinen Grund zur Sorge. Nach 15 Jahren diskutieren und Kampagne führen beschlossen die Bürger selbst Proben zu nehmen und diese zu analysieren. Mit Hilfe von Crowdfunding konnten wir 12 Proben zur Untersuchung einliefern. Die Proben wurden entnommen aus Hausgärten und (ökologischen) Gemüsegärten. Es wurden 52 unterschiedliche Giftstoffe gefunden. Die Bekanntmachung unserer Messungen war wie ein Stein in einem ruhigen Teich. Es stand in allen Zeitungen, wurde von den Medien aufgegriffen, machte Schlagzeilen. Und danach… geschah nichts. Die Regierung versicherte dass alles in Ordnung ist, denn alle nachgewiesenen Stoffe liegen unter den gesetzlich festgelegten Grenzwerten. Aber was uns beunruhigt ist die Tatsache dass kaum geforscht wird was die Folgen sind wenn Pestizide sich stapeln. Überall fanden wir mindestens 5 oder mehr verschiedene Stoffe.

Wir beschlossen um weiter zu forschen. Wir gründeten einen Verein (inzwischen fast 550 Mitglieder) und nahmen aufs Neue Proben. Überall fanden wir Giftstoffe, bis weit in die geschützten Naturgebiete hinein. Wir befürchten gesundheitliche Schäden. Wir, die Bürger, fordern eine sprühfreie Zone von 100 Meter rund um ein Wohnhaus. Aber unsere Gemeinde unternimmt diesbezüglich nichts. Die wirtschaftlichen Interessen scheinen wichtiger als die Gesundheit der Bürger.

Pestizide schädigen die Gesundheit

Im Juni 2020 kam eine Aussage vom Gesundheitsrat (das höchste Beratungsgremium der Regierung). Kurz zusammengefasst lautet deren Rat: „Pestizide können der Gesundheit Schaden zufügen und deren Einsatz muss drastisch reduziert werden“. Internationale Forschungen zeigen dass Pestizide Parkinson verursachen können, und die Entwicklung des Gehirns bei jungen Kindern schädigen. Wissenschaftler warnen dass Parkinson weltweit die am schnellsten zunehmende neurologische Krankheit ist. Es gibt immer mehr Beweise dass es einen direkten Zusammenhang gibt zu Pestiziden. Neueste Untersuchungen zeigen dass SDHI Pestizide auch schädigend wirken auf menschliche Zellen.

Siehe Neurologe Bas Bloem, Niederlande (Parkinson-Krankheit) und Pierre Rustin, Frankreich (http:/endsdhi.com/wp-content/oploads/2020/03/Topo-mis-a-jour-visite-anses.pdf).

Aktion

Trotz alledem will unsere Regierung keine Maßnahmen ergreifen. Denn der Export von Blumenzwiebeln darf keinen Schaden erleiden. In einer Welt in der Nachhaltigkeit immer wichtiger wird, werden in unserer Region Blumenzwiebel angebaut die in die ganze Welt exportiert werden.

Was zurückbleibt sind die toten vergifteten Äcker, die Landbaugifte in unseren Hausgärten, und vor allem: unsere Sorgen um unsere Gesundheit.

Die Bürger der Gemeinde Westerveld machen weiter. Mit Messungen und mit politischen Aktionen.

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T: (0521) 59 22 97 

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